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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Stressprävention am Arbeitsplatz: Mach Schluss mit dem E-Mail-Chaos, Boss!

Zurück aus den Urlaub und das Postfach ist voll? 



Beschweren Sie sich bei Ihrem Chef. 
Technische Helferlein können zwar die E-Mail-Flut eindämmen. 
Damit sie abebbt, 
braucht es aber klare Regeln für die Firma.

Immer erreichbar: Viele Berufstätige leiden unter der E-Mail-Flut. Quelle: dpa
Nach dem Urlaub ist es am schlimmsten. 
Hunderte ungelesene E-Mails lassen die Erholung schnell vergessen. Bis die Arbeit losgehen kann, vergehen Stunden: Lesen, verschieben, löschen.

Die E-Mail ist ein mächtiges Werkzeug – und sie macht ohnmächtig. „Mitarbeiter bekommen im Schnitt 30 bis 40 Mails pro Tag und brauchen rund anderthalb Stunden, um sie zu bearbeiten“, berichtet der Coach Ivan Blatter von den Erfahrungen aus seinen Seminaren. Bei einigen Führungskräften prasselt locker die vielfache Menge in den Posteingang. E-Mails kosten Zeit und Konzentration, und nicht selten gehen wirklich wichtige Nachrichten in diesem Wust unter.


Was tun gegen die E-Mail-Flut?

Feste Zeiten für E-Mails
E-Mails lenken von der Arbeit ab. Daher ist es ratsam, sich feste Zeiten für die Bearbeitung der elektronischen Post einzurichten und die Benachrichtigungen in der Zwischenzeit auszuschalten.
Zumindest wenn es der Job erlaubt.

Jede Nachricht nur einmal lesen
Erst überfliegen, später antworten:
Viele Nutzer bearbeiten E-Mails mindestens zwei Mal. Das ist jedoch eine Zeitverschwendung. Sinnvoll ist, sofort zu entscheiden, was zu tun ist.

Eindeutige Absprachen
Je prägnanter, desto besser: 
Eindeutige Absprachen helfen, die Zahl der E-Mails einzudämmen. Daher sollte man seine Erwartungen klar machen – das kann auch mit Formeln wie „Zur Information“ oder „Aktivität nötig“ tun.

Abkürzungen im Betreff
Mit einigen Kollegen steht man täglich im Austausch – mit ihnen kann man sich auf eine sehr knappe Sprache verständigen. In einigen Fällen reicht die Betreffzeile aus, so dass man nicht jede Mail öffnen muss. Bestimmte Abkürzungen helfen: 
EOM (End of message) oder EDN (Ende der Nachricht) etwa signalisiert, dass alles gesagt ist.

Mails in CC vermeiden
Es kann zwar sinnvoll sein, E-Mails an Kollegen oder den Chef in Kopie weiterzuleiten, diese Funktion wird aber oft genutzt, um Verantwortung zu teilen oder weiterzugeben. Insofern ist es sinnvoll, sich über die Nutzung des CC-Feldes zu verständigen. 
Wer muss was wissen? 
Im besten Fall kann man alle CC-Mails in einen separaten Ordner laufen lassen und separat bearbeiten.

Suchen statt sortieren
Je mehr Ordner, desto unübersichtlicher wird es. Experten raten daher von einer komplexen Struktur mit dutzenden Fächern ab – die Suchfunktion fördert auch so wichtige Informationen wieder zu Tage.

Im Zweifelsfall anrufen
Wie genau ist das gemeint? 
In E-Mails gehen Zwischentöne oft verloren. Deswegen eignet sich das Medium nicht für Diskussionen. 
Im Zweifelsfall greift man besser zum Hörer (oder geht direkt zum Kollegen).
Dutzende Ratgeber-Bücher und hunderte Artikel im Netz versprechen Hilfe, das Chaos in den Griff zu bekommen. Doch effektiver als alle Outlook-Tricks sind klare Regeln – und zwar für die gesamte Abteilung oder sogar Firma. Denn die meisten Nachrichten verlassen die eigene Organisation erst gar nicht, sie stammen von Kollegen und Vorgesetzten, vielleicht noch von Kunden.
„Man muss klären, welche Rolle E-Mails spielen sollen“, sagt daher Produktivitätsexperte Blatter.

Dabei komme dem Vorgesetzten eine entscheidende Rolle zu: 
„Der Umgang mit E-Mails ist Chefsache.“



Ein wichtiger Grund für das Chaos im Postfach:

„E-Mails sind ein Kommunikationsmedium, das Postfach wird aber oft zweckentfremdet“, sagt der Psychologe Roman Soucek von der Universität Erlangen-Nürnberg.
Ob To-Do-Liste, Terminplanung oder Privatarchiv – „da verliert man schnell den Überblick“, erläutert der Wissenschaftler.

Zudem sei der Umgang mit den schnellen Nachrichten oft fragwürdig: 
Da wird erst eine E-Mail geschickt und dann per Telefon gefragt, ob diese auch angekommen sei. Da wird eine Diskussion geführt, statt einfach zum Hörer zu greifen. Resultat ist ein ellenlanger Text mit einer Betreffzeile wie „AW: AW: Re: AW: Frage“.



Mehr Produktivität, weniger Stress

Soucek hat in einem Forschungsprojekt ergründet, wie sich die E-Mail-Flut bändigen lässt. „Es ist vorteilhaft, mit häufigen Kommunikationspartnern Vereinbarungen zu treffen“, lautet ein wichtiges Ergebnis. Beispielsweise mit den Kollegen in der Abteilung oder Projektmitarbeitern. „Auf dieser Ebene kann man sehr konkrete Regeln treffen“, erklärt der Wissenschaftler. Zum Beispiel:

• Wie schnell müssen E-Mails beantwortet werden? 
„Im Support ist eine sofortige Reaktion erforderlich, in anderen Bereichen reichen vielleicht ein bis zwei Tage“, sagt Soucek.

• Wer muss informiert werden? 
„Manchmal steht die ganze Abteilung in CC, obwohl nicht alle in das Projekt eingebunden sind“,
sagt Soucek. Das verstopfe jedoch das Postfach.



• Wie kann man die Nachrichten sinnvoll filtern? 
„Wenn man sich beispielsweise darauf einigt, Projektkürzel in die Betreffzeile zu schreiben, geht das ganz einfach.“

Mit technischen Hilfsmitteln lässt sich die E-Mail-Flut zumindest eindämmen. Gängige Programme bieten mächtige Werkzeuge dafür – doch viele Nutzer kennen diese nicht.
„Angestellte verplempern eine Menge Zeit, weil sie nie lernen, wie man mit E-Mails umgeht“, weiß Blatter aus seinen Seminaren.

Ein Beispiel: 
In Outlook automatisieren Quicksteps häufige Aufgaben und reduzieren sie auf einen Klick.
„Wenn die Leute davon hören, haben sie oft ein Aha-Erlebnis.“ 
(Wie Quicksteps funktionieren, beschreibt Outlook-Hersteller Microsoft online.)


Was Firmen gegen die E-Mail-Flut tun

Kampf für mehr Produktivität
Viele Nutzer empfinden E-Mails als Produktivitätsbremse.
Deswegen versuchen einige Firmen, die Flut einzudämmen – oder sogar ganz zum Versiegen zu bringen.

„Zero E-Mail“ bei Atos
Der französische IT-Dienstleister Atos ist dabei, die E-Mail intern durch andere Instrumente zu ersetzen – etwa Soziale Netzwerke. „Wir sind der Überzeugung, dass die E-Mail als primäres Kommunikationsmittel für Unternehmen und die Geschäftswelt schon bald an Bedeutung verlieren wird“, erklärt das Unternehmen.

E-Mail-Pause bei VW
Der Betriebsrat der Autoherstellers VW hat durchgesetzt, dass Tarifmitarbeiter eine halbe Stunde nach Ende der Gleitzeit keine E-Mails mehr auf die Blackberrys weitergeleitet bekommen.

E-Mail-freier Freitag bei Intel
Ausgerechnet Intel: 
Der Chip-Hersteller animiert seine Mitarbeiter, freitags auf interne E-Mails zu verzichten und stattdessen zum Telefon zu greifen oder zum Kollegen zu gehen.

Daimler löscht im Urlaub
Daimler-Mitarbeiter können während ihres Urlaubs eintreffende E-Mails löschen lassen. 
Eine Notiz nennt einen Vertreter, an den sich Kollegen oder Kunden wenden können.

Arbeitsministerium will nicht stören
Das Bundesarbeitsministerium hat sich verpflichtet, Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören. Sie sei aber differenziert und zugeschnitten auf die unterschiedlichen Funktionen der Beschäftigten. Indes sind nicht in allen Ressorts der Bundesregierung solch spezielle Regelungen üblich.
Doch von sich aus beschäftigen sich nur die wenigsten mit Programmen wie Outlook oder Word.
Deswegen ist nach Ansicht von Coach Blatter auch hier der Chef gefragt – indem er beispielsweise die Mitarbeiter zu Schulungen schickt.

Das geschehe durchaus im eigenen Interesse:
„Man kann viel Zeit sparen, wenn man E-Mail-Profi ist. Das setzt Produktivität frei, ohne Stress.“


Weniger E-Mails, weniger Stress – 
aber was tun mit dem Berg der unbearbeiteten Nachrichten? 

„Seien Sie realistisch“, rät Blatter: 
„Sie werden es nie schaffen, die abzuarbeiten.“ 



Sein Tipp: 
Mutige löschen die Dateien einfach, weniger Mutige verschieben sie in einen Ordner. 
Dann sind sie zumindest aus den Augen – und verderben nicht die Urlaubsstimmung.



von Christof Kerkmann
Artikel link: HANDELSBLATT

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Tel. 0664 / 101 2333


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Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten:
 Email: office@business-doctors.at


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Dienstag, 29. Juli 2014

Krankheitserreger Urlaub: Warum das so ist? Und Reiseapotheke Tipps

Gefährliches Urlaubs Souvenir

Wenn im Urlaub endlich die Anspannung nachlässt, wird der Körper dummerweise anfällig für Krankheitserreger. 

Warum das so ist? 
Lässt der Stress nach, sinkt das Adrenalin Level und Cortisol wird ausgeschüttet. 
Cortisol aber hemmt die Immunfunktion. 


Eine kleine Reiseapotheke gehört jedoch nicht nur wegen möglicher "Freizeiterkrankungen" in jeden Koffer. Fremde Bakterien, ein Sonnenbrand, ein verdorbener Magen können einem den Urlaub vermiesen. Besser, man ist vorbereitet.


Wer möchte, kann sich seine Reiseapotheke in der Apotheke zusammenstellen lassen. 
Es geht aber auch selbst: 
Hinein sollten ein digitales Fieberthermometer, ein Desinfektionsmittel, Pinzette und Schere, Pflaster und Verbandsmaterial für kleine Verletzungen. 
Auch Sonnen- und Insektenschutzmittel, Medikamente gegen Reisebeschwerden und gegen Magenverstimmungen sollte man dabeihaben. 
Die erlaubte Ausfuhrmenge entspricht dem persönlichen Bedarf für maximal drei Monate.


Natürlich kann man vieles auch am Urlaubsort besorgen. 

Zumal Arzneimittel im Ausland oftmals günstiger sind als in Deutschland. 
Vorm Kauf im Ausland wird allerdings immer wieder gewarnt. 
"Medikamente sind keine Urlaubssouvenirs. Die Schnäppchenjagd kann lebensgefährlich sein", sagt Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. 
Stimmt das? 
Ist es wirklich so riskant, eine Vorratspackung der günstigen Schmerztabletten mit zurück nach Hause zu nehmen?

Gefährlich wird es, wenn man gefälschte Medikamente erwischt. 
Viele Präparate bestünden statt aus Wirkstoffen nur aus Kalk und Wasser, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO auf ihrer Internetseite schreibt. 

Laut WHO sind in Deutschland, Europa und den USA weniger als ein Prozent aller Arzneimittel gefälscht.

In Südamerika und Südafrika von bis zu 30 Prozent gefälschten Medikamenten, in einigen Ländern wie Nigeria oder Angola sogar bis zu 70 Prozent ausgehen müsse. 

Im asiatischen Raum läge der Anteil an gefälschten Medikamenten bei knapp 20 Prozent. 


Handelt es sich in Deutschland bei den Plagiaten vorwiegend um Potenz- und Schlankheitsmittel sowie Anabolika, sind es in Afrika und Asien vor allem Malaria-Arzneien, Aids-Medikamente, Schmerzmittel und Antibiotika.

Mittel gegen Malaria sollte man sich also besser nicht erst im Urlaubsland besorgen. 
Insbesondere vor einer Reise in die Tropen sollte man wissen, welche Krankheiten einen dort erwischen können – und wie man sich schützt.

Vor einer Fernreise sollte man seinen Hausarzt noch einmal besuchen, am besten ein paar Wochen vor dem Abflug. Typische Tropenkrankheiten sind zum Beispiel Denguefieber, Gelbfieber und Malaria. 

Während man sich gegen Gelbfieber impfen lassen kann, muss einer Malaria-Infektion durch eine Prophylaxe mit Tabletten vorgebeugt werden. 
Das sei wichtig, denn unbehandelt könne eine Infektion mit Malaria tropica innerhalb von fünf Tagen zum Tod führen, sagt Wolfgang Behm, Tropenmediziner.


Auch wer schon krank ist und regelmäßig Medikamente einnehmen und deswegen Betäubungsmittel oder sogar Spritzen mit in den Urlaub nehmen muss, sollte vor der Reise noch einmal zum Arzt gehen. 
Auch, um sich eine Bescheinigung zu besorgen, am besten in mehreren Sprachen – über die Notwendigkeit der Medikamente oder Spritzen im Gepäck. 
Um eine Kopie des Rezepts muss man sich ebenfalls kümmern.

Die Dokumente müssen zusätzlich durch die Oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragten Behörde beglaubigt werden. 
Muster können sich Reisende auf der Internetseite des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte ausdrucken.

Gerade auf Flugreisen gehören Medikamente und Spritzen ins Handgepäck. 
Medikament und Bescheinigung müssen unaufgefordert der Sicherheitskontrolle gezeigt werden, dann ist eine Mitnahme problemlos. 
Wirkstoffe, die gekühlt werden müssen, können dem Bordpersonal anvertraut werden. 
Wichtig: 
Arzneimittel sollten stets in der Originalverpackung vorliegen.


Wer im Urlaub doch zum Arzt oder ins Krankenhaus muss, kann sich vor allem außerhalb Europas selten auf seine deutsche Krankenversicherung verlassen. 
Mit einer Auslandskrankenversicherung ist man gegen etwaige Kosten, vor allem für teure Krankenhausaufenthalte sowie Transporte – im Notfall zurück nach Hause – abgesichert. 
Die Versicherungen gibt es schon für 7,50 Euro pro Jahr. 
Vorsicht bei Angeboten mit Eigenanteil: 
Wenn es wirklich zu einem Notfall kommt, kann das teuer werden.

Was passiert eigentlich mit den Urlaubstagen, wenn man in den Ferien im Krankenbett statt am Strand gelegen hat? 
Die Urlaubszeit könne nachgeholt werden, sagt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Dazu müsse aber ausdrücklich die Arbeitsunfähigkeit ab dem ersten Krankheitstag, im Ausland am besten in englischer Sprache, bescheinigt werden. 
Diesen Schein sollte man, zusammen mit Angaben zur voraussichtlichen Dauer der Erkrankung, dem Aufenthaltsort und den Kontaktdaten, schnell an Krankenkasse und Arbeitgeber schicken. 
Der Arbeitgeber muss entfallene Urlaubstage zwar erstatten, eine direkte Verlängerung des Urlaubs um diese Tage ist jedoch nur nach Absprache möglich.


Wie wäre es zur Stärkung nach der Reise mit ein paar Vitamintabletten? 
Nicht jedes Mittel, das im Ausland als Nahrungsergänzung verkauft wird, darf man einfach mit nach Deutschland bringen. 
Vor allem bei Vitaminen hängt die Klassifizierung von der Dosierung ab: 
Mittel, die krankhafte Beschwerden lindern oder den Körper in seiner Funktion beeinflussen sollen, gelten in Deutschland als Arzneimittel. 
Ob man ein Vitaminprärat mitbringen darf, liegt häufig im Ermessen des Zollbeamten. 

Bei anderen Mitteln – etwa den Hormonen Melatonin und Testosteron – ist die Gesetzeslage eindeutig: 
Sie sind in Deutschland verschreibungspflichtig und dürfen nicht ohne Genehmigung eingeführt werden. 
Bei einem Verstoß drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro.

Das könnte den Stress nach dem Urlaub in ungeahnte Höhen schießen lassen – ganz schlecht für die Gesundheit.


Original Artikel link: WELT de
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Gesund bleiben
Von der Arbeitsgesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft

Das sind Titel und Thema des 3. Symposiums, das von den Business Doctors im Rahmen des
„Europäischen Forums für generationengerechte und gesunde Arbeitswelten“


vom 16. bis zum 17 Oktober 2014
in der Friedensburg Schlaining abgehalten wird.

Top Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik setzen sich in Vorträgen und Workshops mit den durch diese kulturelle Revolution in unseren Arbeitswelten herbeigeführten Änderungen auseinander und geben Einblick in die neusten Erkenntnisse und Entwicklungen, insbesondere der Stress-und Burnout forschung, wie auch in die neuesten Methoden der Stress- und Burnoutprävention. 
Erfolgreiche „Best Practice“ Beispiele runden das hochqualitative Programm ab. 



Informationen und Anmeldungen unter office@business-doctors.at

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Dienstag, 7. Januar 2014

Stressprävention am Arbeitsplatz: Mach Schluss mit dem E-Mail-Chaos, Boss!

Zurück aus den Weihnachtsferien und das Postfach ist voll? 


Beschweren Sie sich bei Ihrem Chef. 
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Immer erreichbar: Viele Berufstätige leiden unter der E-Mail-Flut. Quelle: dpa
Nach dem Urlaub ist es am schlimmsten. 
Hunderte ungelesene E-Mails lassen die Erholung schnell vergessen. Bis die Arbeit losgehen kann, vergehen Stunden: Lesen, verschieben, löschen.

Die E-Mail ist ein mächtiges Werkzeug – und sie macht ohnmächtig. „Mitarbeiter bekommen im Schnitt 30 bis 40 Mails pro Tag und brauchen rund anderthalb Stunden, um sie zu bearbeiten“, berichtet der Coach Ivan Blatter von den Erfahrungen aus seinen Seminaren. Bei einigen Führungskräften prasselt locker die vielfache Menge in den Posteingang. E-Mails kosten Zeit und Konzentration, und nicht selten gehen wirklich wichtige Nachrichten in diesem Wust unter.


Was tun gegen die E-Mail-Flut?

Feste Zeiten für E-Mails
E-Mails lenken von der Arbeit ab. Daher ist es ratsam, sich feste Zeiten für die Bearbeitung der elektronischen Post einzurichten und die Benachrichtigungen in der Zwischenzeit auszuschalten.
Zumindest wenn es der Job erlaubt.

Jede Nachricht nur einmal lesen
Erst überfliegen, später antworten:
Viele Nutzer bearbeiten E-Mails mindestens zwei Mal. Das ist jedoch eine Zeitverschwendung. Sinnvoll ist, sofort zu entscheiden, was zu tun ist.

Eindeutige Absprachen
Je prägnanter, desto besser: 
Eindeutige Absprachen helfen, die Zahl der E-Mails einzudämmen. Daher sollte man seine Erwartungen klar machen – das kann auch mit Formeln wie „Zur Information“ oder „Aktivität nötig“ tun.

Abkürzungen im Betreff
Mit einigen Kollegen steht man täglich im Austausch – mit ihnen kann man sich auf eine sehr knappe Sprache verständigen. In einigen Fällen reicht die Betreffzeile aus, so dass man nicht jede Mail öffnen muss. Bestimmte Abkürzungen helfen: 
EOM (End of message) oder EDN (Ende der Nachricht) etwa signalisiert, dass alles gesagt ist.

Mails in CC vermeiden
Es kann zwar sinnvoll sein, E-Mails an Kollegen oder den Chef in Kopie weiterzuleiten, diese Funktion wird aber oft genutzt, um Verantwortung zu teilen oder weiterzugeben. Insofern ist es sinnvoll, sich über die Nutzung des CC-Feldes zu verständigen. 
Wer muss was wissen? 
Im besten Fall kann man alle CC-Mails in einen separaten Ordner laufen lassen und separat bearbeiten.

Suchen statt sortieren
Je mehr Ordner, desto unübersichtlicher wird es. Experten raten daher von einer komplexen Struktur mit dutzenden Fächern ab – die Suchfunktion fördert auch so wichtige Informationen wieder zu Tage.

Im Zweifelsfall anrufen
Wie genau ist das gemeint? 
In E-Mails gehen Zwischentöne oft verloren. Deswegen eignet sich das Medium nicht für Diskussionen. 
Im Zweifelsfall greift man besser zum Hörer (oder geht direkt zum Kollegen).
Dutzende Ratgeber-Bücher und hunderte Artikel im Netz versprechen Hilfe, das Chaos in den Griff zu bekommen. Doch effektiver als alle Outlook-Tricks sind klare Regeln – und zwar für die gesamte Abteilung oder sogar Firma. Denn die meisten Nachrichten verlassen die eigene Organisation erst gar nicht, sie stammen von Kollegen und Vorgesetzten, vielleicht noch von Kunden.
„Man muss klären, welche Rolle E-Mails spielen sollen“, sagt daher Produktivitätsexperte Blatter.

Dabei komme dem Vorgesetzten eine entscheidende Rolle zu: 
„Der Umgang mit E-Mails ist Chefsache.“



Ein wichtiger Grund für das Chaos im Postfach:

„E-Mails sind ein Kommunikationsmedium, das Postfach wird aber oft zweckentfremdet“, sagt der Psychologe Roman Soucek von der Universität Erlangen-Nürnberg.
Ob To-Do-Liste, Terminplanung oder Privatarchiv – „da verliert man schnell den Überblick“, erläutert der Wissenschaftler.

Zudem sei der Umgang mit den schnellen Nachrichten oft fragwürdig: 
Da wird erst eine E-Mail geschickt und dann per Telefon gefragt, ob diese auch angekommen sei. Da wird eine Diskussion geführt, statt einfach zum Hörer zu greifen. Resultat ist ein ellenlanger Text mit einer Betreffzeile wie „AW: AW: Re: AW: Frage“.



Mehr Produktivität, weniger Stress

Soucek hat in einem Forschungsprojekt ergründet, wie sich die E-Mail-Flut bändigen lässt. „Es ist vorteilhaft, mit häufigen Kommunikationspartnern Vereinbarungen zu treffen“, lautet ein wichtiges Ergebnis. Beispielsweise mit den Kollegen in der Abteilung oder Projektmitarbeitern. „Auf dieser Ebene kann man sehr konkrete Regeln treffen“, erklärt der Wissenschaftler. Zum Beispiel:

• Wie schnell müssen E-Mails beantwortet werden? 
„Im Support ist eine sofortige Reaktion erforderlich, in anderen Bereichen reichen vielleicht ein bis zwei Tage“, sagt Soucek.

• Wer muss informiert werden? 
„Manchmal steht die ganze Abteilung in CC, obwohl nicht alle in das Projekt eingebunden sind“,
sagt Soucek. Das verstopfe jedoch das Postfach.



• Wie kann man die Nachrichten sinnvoll filtern? 
„Wenn man sich beispielsweise darauf einigt, Projektkürzel in die Betreffzeile zu schreiben, geht das ganz einfach.“

Mit technischen Hilfsmitteln lässt sich die E-Mail-Flut zumindest eindämmen. Gängige Programme bieten mächtige Werkzeuge dafür – doch viele Nutzer kennen diese nicht.
„Angestellte verplempern eine Menge Zeit, weil sie nie lernen, wie man mit E-Mails umgeht“, weiß Blatter aus seinen Seminaren.

Ein Beispiel: 
In Outlook automatisieren Quicksteps häufige Aufgaben und reduzieren sie auf einen Klick.
„Wenn die Leute davon hören, haben sie oft ein Aha-Erlebnis.“ 
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Viele Nutzer empfinden E-Mails als Produktivitätsbremse.
Deswegen versuchen einige Firmen, die Flut einzudämmen – oder sogar ganz zum Versiegen zu bringen.

„Zero E-Mail“ bei Atos
Der französische IT-Dienstleister Atos ist dabei, die E-Mail intern durch andere Instrumente zu ersetzen – etwa Soziale Netzwerke. „Wir sind der Überzeugung, dass die E-Mail als primäres Kommunikationsmittel für Unternehmen und die Geschäftswelt schon bald an Bedeutung verlieren wird“, erklärt das Unternehmen.

E-Mail-Pause bei VW
Der Betriebsrat der Autoherstellers VW hat durchgesetzt, dass Tarifmitarbeiter eine halbe Stunde nach Ende der Gleitzeit keine E-Mails mehr auf die Blackberrys weitergeleitet bekommen.

E-Mail-freier Freitag bei Intel
Ausgerechnet Intel: 
Der Chip-Hersteller animiert seine Mitarbeiter, freitags auf interne E-Mails zu verzichten und stattdessen zum Telefon zu greifen oder zum Kollegen zu gehen.

Daimler löscht im Urlaub
Daimler-Mitarbeiter können während ihres Urlaubs eintreffende E-Mails löschen lassen. 
Eine Notiz nennt einen Vertreter, an den sich Kollegen oder Kunden wenden können.

Arbeitsministerium will nicht stören
Das Bundesarbeitsministerium hat sich verpflichtet, Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören. Sie sei aber differenziert und zugeschnitten auf die unterschiedlichen Funktionen der Beschäftigten. Indes sind nicht in allen Ressorts der Bundesregierung solch spezielle Regelungen üblich.
Doch von sich aus beschäftigen sich nur die wenigsten mit Programmen wie Outlook oder Word.
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Weniger E-Mails, weniger Stress – 
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Dienstag, 13. August 2013

Urlaubszeit: Besser braungebrannt als ausgebrannt

Stress- und Burnoutprävention im Urlaub, 

aber richtig.



Das 12 Punkteprogramm der Business Doctors 

für eine richtige Erholungsphase 
und einen stressfreien Urlaub.


Besser braungebrannt als ausgebrannt. 
Dieser Satz soll für unsere zunehmend stress- und burnoutbelastete Gesellschaft zum Leitmotiv für diesen Sommer erhoben werden. 
Angesichts der Tatsache, dass sich seit den 90er Jahren die Zahl der Erkrankungen auf Grund von Stress und Überforderung verdoppelt hat, kommt einer sinnvollen Stress- und Burnoutprävention immer größere Bedeutung zu. Bezugnehmend auf ihre berufsgruppenspezifischen Stress- und Burnoutstudien, die von den Business Doctors mit Gallup Karmasin durchgeführt wurden, entwickelten die Business Doctors mit ihren Experten ein 12 Punkteprogramm unter dem Titel „Besser braungebrannt als ausgebrannt“, um die Sommer-, Sonnen- und Urlaubszeit zur optimalen Stress- und Burnoutprävention zu nutzen.
Urlaubszeit: Besser braungebrannt als ausgebrannt
Urlaubszeit: Besser braungebrannt als ausgebrannt

Das 12 Punkteprogramm der Business Doctors.
Lade Deine Batterien in der Sonne auf, aber richtig:


 Entspanne Dich vor dem Sonnenbad. 

Setze Dich nicht zu lange der prallen Sonne aus, das stresst. 

Vitamin D wird durch Sonnenbestrahlung produziert, es hilft bei der Stressprävention und hebt die Stimmung – aber nur in vernünftigen Dosen. Auch im Schatten wird es produziert und Du wirst braun. 

Bereite den Urlaub, den Badeausflug, das Sonnenbad in Ruhe vor. 

Fahre nicht, wenn alle fahren und wo alle fahren. 

Mach mal Pause und relax. 

Denke daran, dass Du Akklimatisationszeiten brauchst, wenn Du ans Meer fährst, also lass Dir Zeit. 

Nimm ruhig Deinen Laptop und das Handy mit, aber lass Dich nicht davon tyrannisieren.
 
Sage denen im Büro nicht, wo Du bist, andere haben auch Urlaub. 

Mache auch Sport und Bewegung, aber nur soweit es Dir Spaß macht. Zuviel Zwang und Quälen beim Sport führt zum genauen Gegenteil eines erholsamen Urlaubs, es stresst. 

Iss, was Dir schmeckt, aber mit Maß und Ziel. 

Schlafe viel und ausgiebig, aber richtig.


Wenn Du diese Regeln befolgst, kommst Du braungebrannt, aber nicht ausgebrannt aus Deinem wohlverdienten Urlaub, gleichgültig ob es ein verlängertes Wochenende war, oder ob Du Dir eine längere Auszeit gegönnt hast. 
Du wirst entspannt und richtig erholt sein und der Job macht wieder Spaß. Merke, je kürzer Dein Urlaub ist ,desto wichtiger ist es die Regeln zu bevolgen.

Weitere Informationen zu den Stress- und Burnoutpräventionsprogrammen, sowie Zahlen, Daten und Fakten zu den berufsgruppenspezifischen Stress- und Burnoutstudien, sowie zu den Bereichen „Prävention als Wirtschaftsfaktor“ können Sie unter:
 www.business-doctors.at abrufen.

Artikel von Franz Daublebsky
Business Doctors, Graz, Österreich

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SYMPOSIUM 2013

"ERFOLGSFAKTOR PRÄVENTION"


Weitere Informationen zu den Inhalten des Blogs
erhalten Sie beim 
2.Symposium für generationengerechte
und gesunde Arbeitswelten

"Erfolgsfaktor Prävention -
von der Wertschätzung zur Wertschöpfung"

am 17.- 18. Oktober 2013
in St. Lambrecht, Steiermark, Österreich


Die Zielsetzung

Dieses Symposium wird sich schwerpunktmäßig mit Gesundheit und Krankheit im Kontext zu Wertschätzung und Wertschöpfung auseinandersetzen.
Weit über die anwesenden TeilnehmerInnen hinaus soll die Notwendigkeit einer umfangreichen Krankheitsprävention dargelegt und die Erfolgsfaktoren dafür aufgezeigt werden. Hier sollen Personalisten und Unternehmer zu den Themen Prävention fit gemacht werden, Anregungen zur Implementierung von BGF und BGM erhalten und praktikable Umsetzungshinweise erhalten.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Gesundheitsminister Alois Stöger,
Präs. K. Blecha, Dir. K. Aust – PVA, Mag. R. Czeskleba – Fit 2 Work, G. Plank – AK, Mag. Ch. Finding – GKK sowie zahlreiche WissenschafterInnen wie Prof. Dr. D. Scholz bis hin zu SpezialistInnen aus Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft werden die Themen von verschiedensten Blickwinkeln aus beleuchten.             


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