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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Stressprävention am Arbeitsplatz: Mach Schluss mit dem E-Mail-Chaos, Boss!

Zurück aus den Urlaub und das Postfach ist voll? 



Beschweren Sie sich bei Ihrem Chef. 
Technische Helferlein können zwar die E-Mail-Flut eindämmen. 
Damit sie abebbt, 
braucht es aber klare Regeln für die Firma.

Immer erreichbar: Viele Berufstätige leiden unter der E-Mail-Flut. Quelle: dpa
Nach dem Urlaub ist es am schlimmsten. 
Hunderte ungelesene E-Mails lassen die Erholung schnell vergessen. Bis die Arbeit losgehen kann, vergehen Stunden: Lesen, verschieben, löschen.

Die E-Mail ist ein mächtiges Werkzeug – und sie macht ohnmächtig. „Mitarbeiter bekommen im Schnitt 30 bis 40 Mails pro Tag und brauchen rund anderthalb Stunden, um sie zu bearbeiten“, berichtet der Coach Ivan Blatter von den Erfahrungen aus seinen Seminaren. Bei einigen Führungskräften prasselt locker die vielfache Menge in den Posteingang. E-Mails kosten Zeit und Konzentration, und nicht selten gehen wirklich wichtige Nachrichten in diesem Wust unter.


Was tun gegen die E-Mail-Flut?

Feste Zeiten für E-Mails
E-Mails lenken von der Arbeit ab. Daher ist es ratsam, sich feste Zeiten für die Bearbeitung der elektronischen Post einzurichten und die Benachrichtigungen in der Zwischenzeit auszuschalten.
Zumindest wenn es der Job erlaubt.

Jede Nachricht nur einmal lesen
Erst überfliegen, später antworten:
Viele Nutzer bearbeiten E-Mails mindestens zwei Mal. Das ist jedoch eine Zeitverschwendung. Sinnvoll ist, sofort zu entscheiden, was zu tun ist.

Eindeutige Absprachen
Je prägnanter, desto besser: 
Eindeutige Absprachen helfen, die Zahl der E-Mails einzudämmen. Daher sollte man seine Erwartungen klar machen – das kann auch mit Formeln wie „Zur Information“ oder „Aktivität nötig“ tun.

Abkürzungen im Betreff
Mit einigen Kollegen steht man täglich im Austausch – mit ihnen kann man sich auf eine sehr knappe Sprache verständigen. In einigen Fällen reicht die Betreffzeile aus, so dass man nicht jede Mail öffnen muss. Bestimmte Abkürzungen helfen: 
EOM (End of message) oder EDN (Ende der Nachricht) etwa signalisiert, dass alles gesagt ist.

Mails in CC vermeiden
Es kann zwar sinnvoll sein, E-Mails an Kollegen oder den Chef in Kopie weiterzuleiten, diese Funktion wird aber oft genutzt, um Verantwortung zu teilen oder weiterzugeben. Insofern ist es sinnvoll, sich über die Nutzung des CC-Feldes zu verständigen. 
Wer muss was wissen? 
Im besten Fall kann man alle CC-Mails in einen separaten Ordner laufen lassen und separat bearbeiten.

Suchen statt sortieren
Je mehr Ordner, desto unübersichtlicher wird es. Experten raten daher von einer komplexen Struktur mit dutzenden Fächern ab – die Suchfunktion fördert auch so wichtige Informationen wieder zu Tage.

Im Zweifelsfall anrufen
Wie genau ist das gemeint? 
In E-Mails gehen Zwischentöne oft verloren. Deswegen eignet sich das Medium nicht für Diskussionen. 
Im Zweifelsfall greift man besser zum Hörer (oder geht direkt zum Kollegen).
Dutzende Ratgeber-Bücher und hunderte Artikel im Netz versprechen Hilfe, das Chaos in den Griff zu bekommen. Doch effektiver als alle Outlook-Tricks sind klare Regeln – und zwar für die gesamte Abteilung oder sogar Firma. Denn die meisten Nachrichten verlassen die eigene Organisation erst gar nicht, sie stammen von Kollegen und Vorgesetzten, vielleicht noch von Kunden.
„Man muss klären, welche Rolle E-Mails spielen sollen“, sagt daher Produktivitätsexperte Blatter.

Dabei komme dem Vorgesetzten eine entscheidende Rolle zu: 
„Der Umgang mit E-Mails ist Chefsache.“



Ein wichtiger Grund für das Chaos im Postfach:

„E-Mails sind ein Kommunikationsmedium, das Postfach wird aber oft zweckentfremdet“, sagt der Psychologe Roman Soucek von der Universität Erlangen-Nürnberg.
Ob To-Do-Liste, Terminplanung oder Privatarchiv – „da verliert man schnell den Überblick“, erläutert der Wissenschaftler.

Zudem sei der Umgang mit den schnellen Nachrichten oft fragwürdig: 
Da wird erst eine E-Mail geschickt und dann per Telefon gefragt, ob diese auch angekommen sei. Da wird eine Diskussion geführt, statt einfach zum Hörer zu greifen. Resultat ist ein ellenlanger Text mit einer Betreffzeile wie „AW: AW: Re: AW: Frage“.



Mehr Produktivität, weniger Stress

Soucek hat in einem Forschungsprojekt ergründet, wie sich die E-Mail-Flut bändigen lässt. „Es ist vorteilhaft, mit häufigen Kommunikationspartnern Vereinbarungen zu treffen“, lautet ein wichtiges Ergebnis. Beispielsweise mit den Kollegen in der Abteilung oder Projektmitarbeitern. „Auf dieser Ebene kann man sehr konkrete Regeln treffen“, erklärt der Wissenschaftler. Zum Beispiel:

Wie schnell müssen E-Mails beantwortet werden? 
„Im Support ist eine sofortige Reaktion erforderlich, in anderen Bereichen reichen vielleicht ein bis zwei Tage“, sagt Soucek.

Wer muss informiert werden? 
„Manchmal steht die ganze Abteilung in CC, obwohl nicht alle in das Projekt eingebunden sind“,
sagt Soucek. Das verstopfe jedoch das Postfach.



Wie kann man die Nachrichten sinnvoll filtern? 
„Wenn man sich beispielsweise darauf einigt, Projektkürzel in die Betreffzeile zu schreiben, geht das ganz einfach.“

Mit technischen Hilfsmitteln lässt sich die E-Mail-Flut zumindest eindämmen. Gängige Programme bieten mächtige Werkzeuge dafür – doch viele Nutzer kennen diese nicht.
„Angestellte verplempern eine Menge Zeit, weil sie nie lernen, wie man mit E-Mails umgeht“, weiß Blatter aus seinen Seminaren.

Ein Beispiel: 
In Outlook automatisieren Quicksteps häufige Aufgaben und reduzieren sie auf einen Klick.
„Wenn die Leute davon hören, haben sie oft ein Aha-Erlebnis.“ 
(Wie Quicksteps funktionieren, beschreibt Outlook-Hersteller Microsoft online.)


Was Firmen gegen die E-Mail-Flut tun

Kampf für mehr Produktivität
Viele Nutzer empfinden E-Mails als Produktivitätsbremse.
Deswegen versuchen einige Firmen, die Flut einzudämmen – oder sogar ganz zum Versiegen zu bringen.

„Zero E-Mail“ bei Atos
Der französische IT-Dienstleister Atos ist dabei, die E-Mail intern durch andere Instrumente zu ersetzen – etwa Soziale Netzwerke. „Wir sind der Überzeugung, dass die E-Mail als primäres Kommunikationsmittel für Unternehmen und die Geschäftswelt schon bald an Bedeutung verlieren wird“, erklärt das Unternehmen.

E-Mail-Pause bei VW
Der Betriebsrat der Autoherstellers VW hat durchgesetzt, dass Tarifmitarbeiter eine halbe Stunde nach Ende der Gleitzeit keine E-Mails mehr auf die Blackberrys weitergeleitet bekommen.

E-Mail-freier Freitag bei Intel
Ausgerechnet Intel: 
Der Chip-Hersteller animiert seine Mitarbeiter, freitags auf interne E-Mails zu verzichten und stattdessen zum Telefon zu greifen oder zum Kollegen zu gehen.

Daimler löscht im Urlaub
Daimler-Mitarbeiter können während ihres Urlaubs eintreffende E-Mails löschen lassen. 
Eine Notiz nennt einen Vertreter, an den sich Kollegen oder Kunden wenden können.

Arbeitsministerium will nicht stören
Das Bundesarbeitsministerium hat sich verpflichtet, Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören. Sie sei aber differenziert und zugeschnitten auf die unterschiedlichen Funktionen der Beschäftigten. Indes sind nicht in allen Ressorts der Bundesregierung solch spezielle Regelungen üblich.
Doch von sich aus beschäftigen sich nur die wenigsten mit Programmen wie Outlook oder Word.
Deswegen ist nach Ansicht von Coach Blatter auch hier der Chef gefragt – indem er beispielsweise die Mitarbeiter zu Schulungen schickt.

Das geschehe durchaus im eigenen Interesse:
„Man kann viel Zeit sparen, wenn man E-Mail-Profi ist. Das setzt Produktivität frei, ohne Stress.“


Weniger E-Mails, weniger Stress – 
aber was tun mit dem Berg der unbearbeiteten Nachrichten? 

„Seien Sie realistisch“, rät Blatter: 
„Sie werden es nie schaffen, die abzuarbeiten.“ 



Sein Tipp: 
Mutige löschen die Dateien einfach, weniger Mutige verschieben sie in einen Ordner. 
Dann sind sie zumindest aus den Augen – und verderben nicht die Urlaubsstimmung.



von Christof Kerkmann
Artikel link: HANDELSBLATT

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Dienstag, 9. September 2014

Stress wenn der Chef anruft und Arbeitsrecht Info-Tipps

Von wegen dauernde Erreichbarkeit: 
Wenn der Chef anruft, rufen nur die wenigsten zurück. 
Noch unwichtiger sind den Deutschen verpasste Anrufe von Arbeitskollegen. 
Ganz anders sieht es da bei der Familie aus.


So wichtig wie viele Arbeitgeber es wohl gerne hätten, sind sie gar nicht. 
Das hat das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Telekommunikationsanbieters Tele2 herausgefunden. 
Nur zehn Prozent der Deutschen würden ihren Chef bei einem verpassten Anruf sofort zurückrufen. Auf die Frage, wessen Anruf die Umfrage Teilnehmer getrost übergehen würden, nannten 40 Prozent den Vorgesetzten. Der Chef wird also schlichtweg ignoriert.

Noch unwichtiger sind den Angestellten die Belange der Arbeitskollegen: 
Nur bei drei Prozent der Befragten stehen sie auf der Top-Rückruf-Liste. 
Männer rufen die Kollegen dabei noch eher zurück als Frauen. 
Die reagieren wiederum eher auf einen Anruf vom Vorgesetzten: 
Im Vergleich zu den Männern, die in 43 Prozent der Fälle den Anruf des Chefs ignorieren würden, sind es bei ihnen nur 35 Prozent.


Viel wichtiger als das berufliche Umfeld sind den Umfrage Teilnehmern dagegen Freunde und Familie. 
70 Prozent der Deutschen rufen so schnell wie möglich den Partner zurück. 
Bei verheirateten Paaren reagieren 86 Prozent auf den verpassten Anrufe der oder des Liebsten.


Bei Menschen zwischen 18 und 24 Jahren nehmen die Freunde einen hohen Wert ein. 
Mehr als Drittel der Befragten rufen sie als erstes zurück. Sowohl Männer als auch Frauen stellen ihre Familie damit ganz klar an erste Stelle.

Die Behauptung, dass Menschen mit Karriere Ambitionen ihren Boss vor die eigene Familie und Partnerschaft stellen, scheint damit widerlegt.



Arbeitsrecht
Zehn Rechte, die Ihr Chef lieber verschweigt

Darf der Chef den gewünschten Urlaub einfach so ausschlagen und was passiert, wenn ich zu spät im Büro bin? 

Zehn Dinge, die Ihr Arbeitgeber Ihnen verschweigen könnte.



Überstunden

Der Chef darf Überstunden nur dann anordnen, wenn es sich um einen Not- oder Katastrophenfall handelt. 
Dazu zählt etwa ein Wasserrohrbruch, durch den das Betriebsgelände überflutet wurde, oder die Gefahr, dass Rohstoffe oder Lebensmittel verderben. In der Regel haben Mitarbeiter bei Überstunden einen Anspruch auf Freizeitausgleich, der nach drei Jahren verjährt. Je nach Betrieb und Arbeitgeber sind zudem bezahlte Überstunden möglich. Hier lohnt sich ein Blick in den Vertrag.


Gehalt

In schlechten Zeiten darf der Chef das Gehalt kürzen. 
So kann er etwa mit einer Änderungskündigung das Arbeitsverhältnis auflösen und dafür anbieten, den Vertrag gegen geringere Bezahlung fortzusetzen. 
Dagegen klagen aber viele Mitarbeiter erfolgreich. 
Üblicher sind die Anordnung von Kurzarbeit oder die Streichung von Boni bzw. Weihnachts- oder Urlaubsgeld.


Personalakte

In vielen Unternehmen wird für die Mitarbeiter ein individuelles Personaldossier erstellt. Jeder Arbeitnehmer darf in seine Akte Einsicht nehmen. 
Gerade vor einer Kündigung empfiehlt es sich, von dem Recht Gebrauch zu machen. Die Personalakte dokumentiert das Arbeitsverhältnis und enthält üblicherweise das Zwischenzeugnis, Beurteilungen, den Arbeitsvertrag sowie die Korrespondenz zwischen Beschäftigtem und Vorgesetztem, etwa über Gehaltsverhandlungen.


Freie Meinungsäußerung

Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gilt auch am Arbeitsplatz. 
Jedoch steht es Arbeitnehmern keineswegs frei, Kollegen und Vorgesetzte zu beleidigen oder den Ruf des Arbeitgebers zu schädigen. 
Auch üble Nachrede ist nicht erlaubt. 
Werden diese Grenzen überschritten – hier muss immer der Einzelfall beurteilt werden – kann eine Vertragsverletzung vorliegen, die den Chef ggf. auch zu einer fristlosen Kündigung berechtigt.


Attest

Nicht immer muss nach drei Tagen ein Attest eingereicht werden. 
Im Entgeltfortzahlungsgesetz steht: 
„Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen.“ 
Allerdings gilt der Gesetzestext nur, wenn nichts anderes im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung festgelegt wurde. Wer es genau wissen will, sollte seinen Vertrag durchlesen.


Befristete Verträge

Nicht jeden befristeten Vertrag kann der Chef unendlich verlängern. 
Es gibt zwei Arten von Befristungen: Eine Befristung mit sachlichem Grund und eine ohne sachlichen Grund. Eine Befristung mit sachlichem Grund, zum Beispiel als Elternzeit- oder Krankheitsvertretung oder für ein bestimmtes Projekt, kann im Prinzip unendlich verlängert werden. Liegt kein sachlicher Grund vor, ist gemäß Teilzeit- und Befristungsgesetz eine Befristung in der Regel bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Innerhalb dieses Zeitraumes darf der Vertrag höchstens dreimal verlängert werden.


Nützliche Kontakte

Wissen, das Mitarbeiter in einem Unternehmen erworben haben, dürfen sie auch bei ihrem nächsten Arbeitgeber einsetzen. Nicht erlaubt ist es, die wertvollen Kundendaten mitzunehmen. 
Dazu gehören unter Umständen auch Kontakte in persönlichen Netzwerken wie Xing und Datenspeicherungen auf Smartphones. 
Wer unerlaubt mit Kundendaten hantiert, kann sich strafbar machen - daneben kann die unerlaubte Verwendung der Daten einen Wettbewerbsverstoß darstellen. Allerdings darf man einem ehemaligen Angestellten nicht auf alle Zeit den Kontakt zu Kunden seines vorherigen Arbeitgebers untersagen. Hier muss der Einzellfall betrachtet werden.


Urlaub

Der Chef darf nicht vorschreiben, wann Mitarbeiter Urlaub machen. Dem Gesetz nach er die Wünsche seiner Untergebenen bei der Urlaubsplanung berücksichtigen. Abweichen darf er davon, wenn dringende betriebliche Belange dem entgegenstehen. Wollen mehrere Beschäftigte zur gleichen Zeit Urlaub nehmen, so muss der Chef eine soziale Auswahl vornehmen. In den Sommerferien kommt etwa eher der Arbeitnehmer zum Zuge, der schulpflichtige Kinder hat. 
Entscheidend ist der Ausgleich: 
Wem in diesem Jahr der Urlaubswunsch verwehrt bleibt, der sollte im nächsten Jahr besonders bedacht werden.


Unpünktlichkeit

Wer wegen Naturereignissen wie Schnee, Glatteis, Hochwasser oder auch wegen eines Staus bei der Arbeit zu spät kommt oder ganz fehlt, riskiert eine anteilige Kürzung seines Gehalts.
Möglich ist auch, dass der Arbeitnehmer die verlorene Zeit nacharbeiten muss. Denn der Beschäftigte hat die arbeitsvertragliche Nebenpflicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Eine Abmahnung oder sogar die Kündigung drohen aber nicht, wenn kein eigenes Verschulden vorliegt.



Scheinselbstständigkeit

Um Kosten zu sparen, engagieren Unternehmen häufig freiberuflich bzw. selbständig tätige Mitarbeiter. 
Doch das Arbeitsverhältnis ist oft nicht eindeutig. 
Eine abhängige Beschäftigung liegt vor, wenn jemand nicht selbst über seine Arbeitskraft verfügen kann. Straffe Zeitvorgaben durch den Arbeitgeber oder für ihn bereitgestellte Arbeitsmittel wie ein Computer sprechen ebenfalls dafür. Erfüllt man diese Kriterien, ist aber auf dem Papier selbstständig, liegt Scheinselbstständigkeit vor. Bei der Clearingstelle der Rentenversicherung können Betroffene prüfen lassen, ob der Arbeitgeber Sozialbeiträge für ihn abführen muss.




So treiben Sie Ihren Chef auf die Palme

Negativ-Argumente bei Gehaltsverhandlungen

Wer statt seines Gehalts den Blutdruck seines Chefs in die Höhe treiben will, der sollte folgende Negativargumente beherzigen. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen um solche und ähnliche Sätze bei der Gehaltsverhandlung machen.

„Die Raten für mein Häuschen drücken. Jetzt brauch ich mehr Geld!“

Ihr Chef ist kein Schuldenberater, also verschonen Sie ihn besser mit derart privaten Problemen. Außerdem bestätigt ein solches Eingeständnis, dass Sie nicht mit Geld umgehen können. Sie sind ein Risikofaktor für die Firma, die Gehaltserhöhung können Sie vergessen.

„Ich habe erfahren, was der Kollege Walter verdient. Jetzt will ich dasselbe!“

Sie wissen doch genau, dass Ihr Chef es nicht mag, wenn sich seine Angestellten hinter seinem Rücken gegenseitig zuflüstern, was sie verdienen. Er bezahlt nur nach Leistung, das ist sein Gerechtigkeitsbegriff.



„Ich habe zehnjähriges Dienstjubiläum. Höchste Zeit für eine Erhöhung!“

Die Forderung nach einem Sitzfleisch-Bonus wird bei Ihrem Chef auf taube Ohren stoßen.

„Sie haben die Wahl: Mehr Gehalt - oder ich bin weg!“

Mit dieser Art von Erpressung kommen Sie bei Ihrem Chef nicht weiter. Sogar wenn Sie ein guter Mitarbeiter sind und er Sie braucht, wird er nicht auf dieses Angebot eingehen, um sein Gesicht nicht zu verlieren. Er würde nie eingestehen, dass er von jemandem abhängig ist.

„Wo wir gerade in der Sauna sind: Eine dienstliche Frage...“

Ihr Chef wird die Vermischung von Privatem und Beruflichem nicht goutieren. Vielmehr wird er sich fragen, ob Sie sich nur bei ihm eingeschleimt haben, um Kapital daraus zu schlagen.

„Die Kollegen übertreffe ich bei weitem. Das sollte auch für mein Gehalt gelten!“

Ihr Chef wird sich fragen, warum Sie Ihre Kollegen schlecht machen. Er wird Sie auch für einen Sprücheklopfer und Spalter halten, dafür hat keiner eine Gehaltserhöhung bekommen.


„Entweder mehr Geld. Oder ich mache Dienst nach Vorschrift!“

Das klingt für Ihren Chef, als hätten Sie sich innerlich schon von Ihrem Arbeitsplatz verabschiedet. Dafür gibt es nicht mehr Geld, sondern höchstens eine Abmahnung.

„Ich könnte am Markt das Doppelte bekommen - oder sagen wir: ein Drittel mehr!“

Ihr Chef wird Ihnen Realitätsverlust attestieren und Ihnen unter keinen Umständen noch mehr Geld geben, sonst könnten Sie noch vollends abheben. Er wird sich fragen, ob Sie auch in Ihrem Büro-Alltag so leichtfertig mit Fakten umgehen. Sie hätten mit so einem Spruch sein Vertrauen verloren.


Weitere Artikel

Original artikel: WIRTSCHAFTS WOCHE
Empfehlung von Business Doctors, Graz, Österreich



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Mittwoch, 4. Juni 2014

Stress im Job, 10 Anzeichen: Sind Sie Burnout gefährdet?

Burnout kann jeden treffen, Männer wie Frauen. 
Machen Sie den Selbst-Check, ob der Stress Sie im Griff hat.

Wenn wir einer ständigen Überbelastung ausgesetzt sind, machen Körper und Seele nicht mehr mit. 
Die Betroffenen sind ausgebrannt, ihre Leistungsfähigkeit ist stark vermindert, manche sind aggressiv, die anderen depressiv. 


Die Diagnose lautet am Ende: 
Burnout oder totale Erschöpfung. 

Wie sieht es bei Ihnen aus: 
Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrer Arbeit? 
Wie sehr leiden Sie unter lästigen oder unangenehmen Aufgaben? 
Bleibt Ihnen ausreichend Zeit für sich selbst? 
Oder verfolgen Sie Ihre Pflichten bis ins Bett? 
Treiben Sie sich ständig zu Höchstleistungen an, um alles möglichst perfekt zu erledigen?

Colourbox
Burnout gilt mittlerweile als Volkskrankheit

Burnout kann jeden treffen. Nicht nur Topmanager. 

Das Phänomen zieht sich durch alle sozialen Schichten und Berufsgruppen
Es betrifft Männer wie Frauen, ältere wie jüngere Menschen. Gefährdete Menschen treiben sich selbst so lange an, bis es nicht mehr geht.Arbeitssucht ist zu einem Massenphänomen geworden.

Was löst diesen Stress aus?

Der Drang zum Perfektionismus und ein übertriebener Leistungsanspruch sind ein wesentlicher Antriebsfaktor. 
Erwartungen und Forderungen, die Vorgesetzte haben. 
Mobbing durch Kollegen. 
Die Ansprüche, die wir an uns selbst stellen. 
Das alles führt dazu, dass Menschen aufgrund ihres Pflichtbewusstseins die eigenen Bedürfnisse vernachlässigen.


Dass ein Leben im Dauerstress unzufrieden macht, ist mehr als verständlich. 

Wer langfristig keine Befriedigung in dem findet, was er tut, und auch noch ständig Arbeit mit nach Hause nehmen muss, steuert zwangsläufig auf eine körperliche und seelische Erschöpfung zu.

Diese Zahlen sind alarmierend: 
Rund 25 Prozent aller Arbeitnehmer können kaum mehr abschalten, so eine DGB-Umfrage, weil sie für ihren Arbeitgeber auch nach Dienstschluss und oft auch am Wochenende erreichbar bleiben müssen. 

Wie sieht das bei Ihnen aus: 
Beginnen und beenden Sie Ihren Tag in innerer Ausgeglichenheit? 
Oder lauert der Burnout schon vor der Haustür?


Selbst-Check: Hat Sie der Stress im Griff?

1) Sie machen häufig am Schreibtisch Mittagspause und essen nur einen Happen, während Sie weiterarbeiten.

2) Sie sind ständig in Eile und unter Zeitdruck.

3) Sie fühlen sich oft nicht gut – sind aber auch nicht wirklich krank. Sie haben oft Rückenschmerzen.

4) Sie bleiben lieber vor dem TV liegen, als Ihre Freizeit mit Familie, Freunden oder angenehmen Dinge zu verbringen.

5) Sie sind ständig ungeduldig, reagieren gereizt und sind häufig unzufrieden.

6) Sie brauchen Aufputsch- oder Entspannungsmittel (von Alkohol bis Tabletten), um in die Gänge zu kommen oder abzuschalten.

7) Ihre Arbeit macht Ihnen überhaupt keinen Spaß mehr und Sie können nur noch mit Widerwillen aufstehen.

8) Sie sind oft traurig oder deprimiert und können nur noch selten Lebensfreude empfinden.

9) Sie haben häufig Konflikte am Arbeitsplatz oder Zuhause oder leiden unter Mobbing.

10) Sie können regelmäßig nicht einschlafen oder durchschlafen, weil Ihnen Probleme oder die Arbeit im Kopf herumspuken.


Burnout betrifft nicht nur Menschen, die unzufrieden sind oder keinen Spaß an ihrem Beruf haben. 


Auch wenn die Arbeit Sie erfüllt, können Sie ausbrennen
Weil Sie sich unermüdlich zu Höchstleistungen antreiben und nicht mit Ihrer Energie haushalten.

Achten Sie auf Ihre persönlichen Burnout-Symptome.
 
Achten Sie auf sich selbst und das Wichtigste: 
Nehmen Sie sich regelmäßig Auszeiten!


Original artikel:
FOCUS-Online-Experte Lothar Seiwert



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Von der Arbeitsgesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft

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vom 16. bis zum 17 Oktober 2014
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Samstag, 19. April 2014

Zeitmanagement: Spielen Sie endlich die Hauptrolle in Ihrem Leben!

Wer sein Zeitmanagement selbst in die Hand nimmt, hat weniger Stress und kann mehr leisten.

Sie können nicht selbst bestimmen, wie Ihr Leben läuft? 
Ihre Lebensumstände, Ihre Familie oder Ihr Chef lassen das nicht zu? 

Jeder Mensch kennt Stress und Druck. 



Aber nicht alle reagieren gleich darauf.

Wer sein Leben nicht selbst bestimmen kann, leidet zwangsläufig unter Stress. 
Warum? 
Weil er den Anforderungen von außen ohnmächtig ausgeliefert ist. 
Der Grad der Selbstbestimmung entscheidet darüber, ob Sie aus freien Stücken genießen können, was Ihnen das Leben zu bieten hat, oder ob Sie sich von anderen unter Druck setzen lassen und im schlimmsten Fall direkt auf einen Burnout zusteuern



Denn wer sein Leben langfristig nach den Maßstäben und Entscheidungen anderer ausrichtet, wird zum Getriebenen.



Selbstbestimmte Menschen haben eins gemeinsam: 
Egal, unter welchen Umständen sie arbeiten und leben, sie bleiben stets ihr eigener Chef. 
Sie lassen sich nicht von anderen sagen, was zu tun ist, sie wissen es selbst und handeln danach. Es kann ihnen nicht passieren, dass Abhängigkeit und Machtlosigkeit Stress verursachen. 
Wenn sie Stress haben, dann sind sie selbst dafür verantwortlich und wollen das so.



Das zeichnet selbstbestimmte Menschen aus:


Pro-aktiv handeln
  • Wie wichtig nehmen Sie Ihre Träume, Wünsche, Ziele und Pläne? 
  • Ergreifen Sie in Ihrem Leben die Initiative? 
  • Handeln Sie pro-aktiv? 
  • Denken Sie darüber nach, was Sie möchten und setzen das um? 
  • Oder halten Sie sich lieber im Hintergrund, um abzuwarten, was passiert? 
  • Welchen Part haben Sie in Ihrem Leben übernommen?

Wer die Hauptrolle im eigenen Leben übernimmt, sorgt aktiv dafür, dass etwas geschieht. 
Der Hauptdarsteller trägt die Verantwortung für das eigene Tun. 
Er agiert und setzt sich in Bewegung, sobald etwas Wichtiges ansteht.
Das vermeidet langfristig Stress, auch wenn kurzfristig Hektik entsteht.


Flexibel bleiben

Eine pro-aktive Herangehensweise schützt Sie vor Zeitdruck, denn Sie bestimmen selbst, wann Sie etwas tun müssen, um Ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen. 
Der entscheidende Moment ist, bevor Sie etwas tun. 
Wer Stress vermeiden und mehr Zeit haben will, denkt vorausschauend. 
Sie brauchen dazu nichts weiter als Ihren gesunden Menschenverstand, der Ihnen sagt, was wichtig ist.


Pro-aktiv handeln bedeutet zugleich, flexibel und spontan zu sein, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Außergewöhnliche Situationen verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. 

Doch Unvorhergesehenes verunsichert die meisten Menschen. 
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, ohne das unsere Spezies im Lauf der Evolution wahrscheinlich nicht so lange überlebt hätte. Sitzt jeder Handgriff bei der Arbeit und ist der Tagesablauf eingespielt, dann bewegen wir uns auf vertrautem Terrain.

Ressourcen sparen

Routine ist gut und wichtig in Situationen, die wir kontrollieren können. 
Sie macht unser Tun professionell. 
weil sich beispielsweise die Rahmenbedingungen eines Projekts geändert haben oder irgendetwas schief gelaufen ist.

Dann hilft es nichts, einfach weiterzumachen wie immer, sich zu beklagen oder einen Schuldigen zu suchen. Das erzeugt Stress und Druck, weil wir unsere wertvolle Zeit und Energie verschwenden, wenn wir uns den geänderten Bedingungen partout nicht anpassen wollen.



Selbstbestimmung bedeutet beides: 
sowohl spontan als auch routiniert zu sein. 
Mit dieser flexiblen Haltung passen Sie sich der jeweiligen Situation an. 

ZEIT GENIESSEN


FROHE OSTERN!
IHRE BUSINESS DOCTORS

Original artikel link: FOCUS-Onlinevon FOCUS-Online-Experte Lothar Seiwert

Über den FOCUS Experten:

Prof. Dr. Lothar Seiwert, CSP (Certified Speaking Professional) und CSPGlobal, ist seit über 30 Jahren Europas führender Experte für Zeit- und Lebensmanagement. Millionen Menschen weltweit haben ihn in seinen Vorträgen erlebt und sind durch seine Bestseller dazu inspiriert worden, sich auf das Wesentliche zu „fokus"-sieren.
Weitere Informationen unter www.Lothar-Seiwert.de.


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