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Montag, 10. November 2014

Bitte entspannen: Stress lässt das Gehirn schrumpfen und das beste Mittel gegen Stress

Jeder kennt stressige Situationen, in denen er abgelenkt oder vergesslich ist. 
Doch Stress wirkt sich auf das Gehirn und das Verhalten von Menschen noch viel gravierender aus. Er kann sogar die Organstruktur verändern. 

Doch es gibt ein einfaches Mittel dagegen.

Wer gestresst ist, kann sich schlechter konzentrieren, wird fahrig und ungeduldig. Stress beeinflusst auf unterschiedliche Weise die verschiedenen Areale des Gehirns. Und das teilweise so schwerwiegend, dass sich die Struktur des Organs verändert, einige Teile schrumpfen, andere wachsen. Schuld sind unter anderem bestimmte Hormone, die der Körper als Reaktion auf Stress freisetzt. Das zeigen mehrere Studien der vergangenen Jahre.


So kann das Stresshormon Cortisol zum Beispiel verhindern, dass sich neue Nervenzellen im Hippocampus bilden, erklärt Robert Sapolsky in einer Veröffentlichung im „New England Journal of Medicine“. Der Hippocampus ist derjenige Teil des Gehirns, der neben dem Gedächtnis und der Gefühlssteuerung unter anderem auch verantwortlich für das Abschalten der Stressantwort des Körpers ist.

Auf Flucht vorbereitet

Die körperliche Stressantwort stammt von unseren Vorfahren und hat Einfluss auf viele Bereiche des Körpers: 
Die Atemfrequenz erhöht sich, das Herz schlägt schneller, die Muskeln werden besser durchblutet – all das geschieht, um etwa im Falle eines Angriffs schnell weglaufen zu können. Nach einer gewissen Zeit fährt der Körper diesen Stressmodus normalerweise wieder herunter.

Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel verhindert das. Zu viel Stress kann also dazu führen, dass wir im Alltag anders reagieren, als wir es ungestresst tun würden. Und er kann wiederum noch mehr Stress auslösen.


Gehirn ist anfälliger für Angst

Chronischer Stress kann zudem den medialen präfrontalen Kortex schrumpfen lassen. Das beschreibt ein Team von Neurobiologen der Universität Yale im Fachmagazin „Biological Psychiatry“ in einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2012. Der präfrontale Kortex ist daran beteiligt, Inhalte in das Gedächtnis zu integrieren und Ereignisse emotional zu bewerten. Die Prozesse, die im präfrontalen Kortex ablaufen, sind mitverantwortlich dafür, dass Menschen situationsangemessen handeln.

Schrumpft dieser Hirnbereich, kann sich das laut der Wissenschaftler negativ auf die Entscheidungsfähigkeit, das Gedächtnis und die Kontrolle von impulsivem Verhalten auswirken. Das Ergebnis sei ein Gehirn, das weniger lernen und erinnern kann und anfälliger ist für Angst und Depressionen.


Negative Gefühle verstärkt

Damit nicht genug. Das Stresshormon Cortisol kann zusätzlich die Größe und Aktivität eines anderen Teils des Gehirns erhöhen, der Amygdala. Dadurch verstärken sich negative Emotionen wie Furcht, Angst oder Aggression.

Die Amygdala ist entscheidend für die Bildung und Speicherung von Erinnerungen sehr emotionaler Ereignissen. Sie verbindet Ereignisse mit Gefühlen und speichert diesen Zusammenhang in unserem Langzeitgedächtnis. Das erklären Christopher Pittenger und Ronald S. Duman vom Department of Psychiatry des Connecticut Mental Health Center der Yale University School of Medicine.

Diese Veränderungen im Gehirn können erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie wir mit anderen Menschen umgehen. Außerdem beeinflussen sie unsere Fähigkeit zu lernen und Entscheidungen zu treffen. Stress erschwert es uns, Stresssituationen erfolgreich zu managen – ein Teufelskreis.


Bitte entspannen

Das beste Mittel gegen Stress



Doch es gibt ein wirksames Mittel gegen den negativen Einfluss von Cortisol: Sport. 

Und damit sind keine Denksportaufgaben gemeint, sondern tatsächlich körperliche Bewegung. Sie kann helfen, das Gehirn stressresistenter zu machen.

Der Grund: 
Bewegung fördert den Wachstumsfaktor BDNF (brain-derived neurotrophic factor) im Körper. Dieser bringt das Gehirn dazu, gesundes Hirngewebe zu entwickeln. So kann Sport die negativen Effekte von Stress umkehren. Wenn wir trainieren, schüttet der Körper BDNF aus und das Gehirn bildet Neuronen, insbesondere im Hippocampus. Das berichtete ein Team um die Neurologin Nicole C. Berchtold vom Institute for Memory Impairment and Neurobiological Disorders der University of California 2010 im Fachmagazin „Neuroscience“.

Bewegung gegen das Altern


Bewegung beeinflusst zudem auch das Wachstumshormon (HGH, Human Growth Hormon), das wichtig ist für die Entwicklung aller Gehirn- und Körperzellen. HGH wirkt dem natürlichen zellulären Alterungsprozess entgegen und fördert das Hirnvolumen, erklärt der amerikanische Neurologe John Ratey in seinem Buch „Spark: The Revolutionary New Science of Exercise and the Brain“ aus dem Jahr 2008. Demnach kann zum Beispiel ein kurzer Sprint von etwa 30 Sekunden den HGH-Spiegel um das Sechsfache erhöhen – und sich auf diese Weise positiv auf das Gehirn auswirken.


Stundenlanges Training ist gar nicht nötig, 
um sein Gehirn fit zu halten. 



Eine Analyse von zehn verschiedenen Studien ergab, dass fünf Minuten dauernde Übungen, die die Herzfrequenz ein wenig erhöhen, die größte Wirkung haben. 

Sie verbessern die Stimmung und bekämpfen Stress.



Artikel von FOCUS-Online-Redakteurin Sybille Möckl



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Von der Arbeitsgesellschaft zur Dienstleistungsgesellschaft

Das sind Titel und Thema des 3. Symposiums, das von den Business Doctors im Rahmen des
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Franz Daublebsky,
Tel. 0664 / 101 2333


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Diese Seite enthält nur allgemeine Hinweise und Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten:


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Samstag, 14. Juni 2014

Wie Meditation Gehirnnerven verbessert (mit Geführte Aufmerksamkeitsmeditation Video)

Schnellere Signale, Verdichtung der Nervenfasern: Meditation verändert bereits nach vier Wochen das Gehirn, zeigt eine Studie. Forscher sehen die Chance für neue Therapien von psychischen Erkrankungen.


Lotussitz: Isolierung der Nervenzellfortsätze

Washington/Lubbock -
Eine Aufmerksamkeitsmeditation verändert in vier Wochen die Nervenfasern einer bestimmte Gehirnregion stärker als eine reine Entspannungsübung. 
Das zumindest berichten Forscher um Yi-Yuan Tang von der Texas Tech University in Lubbock. In einem vorderen Teil der Hirnrinde habe sich nach dem Meditationstraining die Isolierung der Nervenzellfortsätze (Axone) deutlich verbessert, was zu einer schnelleren Durchleitung von Signalen führe. Der sogenannte anteriore cinguläre Cortex wird allgemein mit der Kontrolle von Wahrnehmung und Emotionen in Verbindung gebracht sowie mit der Fähigkeit, Konflikte zu lösen.

Die Aufmerksamkeitsmeditation beinhaltet neben der Körperentspannung auch Aufmerksamkeitstraining und Tagträume. Für die Untersuchung wurden 45 Studenten der University of Oregon und 68 Studenten der chinesischen Dalian University of Technology in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle Teilnehmer hatten zuvor keine Erfahrung mit meditativen Übungen. 
Eine Gruppe praktizierte Aufmerksamkeitsmeditation, die andere Entspannungsübungen. Im ersten Teil der Studie erstreckte sich das Training über vier Wochen mit insgesamt elf Stunden, im zweiten Teil über zwei Wochen mit fünf Stunden.


Geistesübungen lindern Schmerzen

Mit Hilfe der Diffusions-Tensor-Bildgebung, die verschiedene Faktoren der Durchlässigkeit von Nervenzellgewebe misst, untersuchten Yi-Yuan Tang und sein Team die Veränderungen in den Gehirnen der Teilnehmer. 
Bei der Gruppe mit der Aufmerksamkeitsmeditation habe sich nach vier Wochen in bestimmten Hirnregionen eine geringere Durchlässigkeit der Zellwände gezeigt, was für eine bessere Isolierung spreche. Zudem vermuten die Forscher eine Verdichtung der Nervenfasern.

Die Wissenschaftler sehen in ihren Ergebnissen einen weiteren Schritt dazu, die Veränderungen von Gehirnstrukturen beim Lernen besser zu verstehen. 
Zudem zeige die Studie, die jetzt im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" erschienen ist, mögliche Ansätze für Therapien von psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, Schizophrenie, Borderline-Syndrom und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). 
Bei diesen Erkrankungen sei die Selbstregulierung der Wahrnehmungs- und Emotionskontrolle beeinträchtigt, schreiben die Wissenschaftler.

Erst kürzlich hatten Forscher andere erstaunliche Wirkungen von Meditation entdeckt: 
Im Experiment hatte sich herausgestellt, dass Geistesübungen Schmerzen ebenso gut lindern können wie starke Medikamente.


Geführte Aufmerksamkeitsmeditation


Original Artikel: SPIEGEL-Online
Empfehlung von Business Doctors


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vom 16. bis zum 17 Oktober 2014
in der Friedensburg Schlaining abgehalten wird.

Top Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik setzen sich in Vorträgen und Workshops mit den durch diese kulturelle Revolution in unseren Arbeitswelten herbeigeführten Änderungen auseinander und geben Einblick in die neusten Erkenntnisse und Entwicklungen, insbesondere der Stress-und Burnout forschung, wie auch in die neuesten Methoden der Stress- und Burnoutprävention. 
Erfolgreiche „Best Practice“ Beispiele runden das hochqualitative Programm ab. 



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Samstag, 30. November 2013

Meditation und Psychologie: Meditation verbessert Gehirnnerven (mit Geführte Aufmerksamkeitsmeditation Video)

Schnellere Signale, Verdichtung der Nervenfasern: Meditation verändert bereits nach vier Wochen das Gehirn, zeigt eine Studie. Forscher sehen die Chance für neue Therapien von psychischen Erkrankungen.


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Eine Aufmerksamkeitsmeditation verändert in vier Wochen die Nervenfasern einer bestimmte Gehirnregion stärker als eine reine Entspannungsübung. 
Das zumindest berichten Forscher um Yi-Yuan Tang von der Texas Tech University in Lubbock. In einem vorderen Teil der Hirnrinde habe sich nach dem Meditationstraining die Isolierung der Nervenzellfortsätze (Axone) deutlich verbessert, was zu einer schnelleren Durchleitung von Signalen führe. Der sogenannte anteriore cinguläre Cortex wird allgemein mit der Kontrolle von Wahrnehmung und Emotionen in Verbindung gebracht sowie mit der Fähigkeit, Konflikte zu lösen.

Die Aufmerksamkeitsmeditation beinhaltet neben der Körperentspannung auch Aufmerksamkeitstraining und Tagträume. Für die Untersuchung wurden 45 Studenten der University of Oregon und 68 Studenten der chinesischen Dalian University of Technology in zwei Gruppen aufgeteilt. Alle Teilnehmer hatten zuvor keine Erfahrung mit meditativen Übungen. 
Eine Gruppe praktizierte Aufmerksamkeitsmeditation, die andere Entspannungsübungen. Im ersten Teil der Studie erstreckte sich das Training über vier Wochen mit insgesamt elf Stunden, im zweiten Teil über zwei Wochen mit fünf Stunden.

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Die Wissenschaftler sehen in ihren Ergebnissen einen weiteren Schritt dazu, die Veränderungen von Gehirnstrukturen beim Lernen besser zu verstehen. 
Zudem zeige die Studie, die jetzt im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" erschienen ist, mögliche Ansätze für Therapien von psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen, Schizophrenie, Borderline-Syndrom und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). 
Bei diesen Erkrankungen sei die Selbstregulierung der Wahrnehmungs- und Emotionskontrolle beeinträchtigt, schreiben die Wissenschaftler.

Erst kürzlich hatten Forscher andere erstaunliche Wirkungen von Meditation entdeckt: 
Im Experiment hatte sich herausgestellt, dass Geistesübungen Schmerzen ebenso gut lindern können wie starke Medikamente.

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