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Dienstag, 10. November 2015

Studie: Lehrer klagen über „ständiges Bashing“

Jeder fünfte Lehrer an berufsbildenden Schulen ist Burn-out-gefährdet. 

Die vielen Reformen seien mit schuld.

Wien. Die Gewerkschaft der Lehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (etwa HTL, HAK) sorgt – verglichen mit den Kollegen an den AHS – eher selten für öffentliches Aufsehen. Doch nun, knapp eine Woche vor den Personalvertretungswahlen, melden sich auch die BMHS-Vertreter lautstark zu Wort. 


Ihre Klage: 
Die psychische Belastung der Lehrer sei zu hoch, das Burn-out-Risiko zu groß. Die Schuld dafür sehen sie dabei vor allem beim Bildungsministerium.

Den Beweis für diese Aussagen wollen die Gewerkschafter heute, Freitag, mit der Präsentation einer aktuellen Studie liefern. Die Ergebnisse der Umfrage unter rund 3000 Lehrern lagen der „Presse“ schon gestern vor. Es zeigt sich, dass sich knapp zwei Drittel der Lehrer „oft ausgelaugt und erschöpft“ fühlen. Fast ebenso viele sehen ihre Leistungsfähigkeit durch „Druck und Stress“ beeinträchtigt. Fast jeder fünfte Lehrer betrachtet sich zumindest als Burn-out-gefährdet.


Ein Stressfaktor ist die Arbeitsbelastung an sich. Acht von zehn Lehrern halten die „Fülle der Arbeit“ für „sehr groß“. Die individuellen Kommentare, die die Lehrer bei der Befragung abgeben konnten, zeigen dabei aber, dass es bei der Belastung große Unterschiede zwischen Schularbeits- und anderen Fächern gibt. 

So heißt es da: 
„Ich würde nie wieder ein Korrekturfach studieren – von einer 40-Stunden-Woche kann ich nur träumen.“ 
Die Gewerkschaft fühlt sich in ihrer Forderung nach mehr Unterstützungspersonal bestätigt.

Unter Stress werden die Lehrer aber vor allem auch durch die Reformen des Bildungsministeriums gesetzt. Drei von vier Lehrern beklagen das. 

Ein Lehrer formuliert es so: 
„Die größte Belastung ist es, aufgrund bildungspolitischer Veränderungen (Zentralmatura) den Unterricht gegen meine tiefste Überzeugung in eine Richtung ändern zu müssen, die ich für falsch halte.“ 

Ein anderer: 
„Stellt die Projektonitis ein und lasst uns in Ruhe arbeiten.“

Angesichts der Ergebnisse wünscht sich BMHS-Gewerkschafter Jürgen Rainer ein Qualitätsmanagement im Ministerium. 
„Nur so kann verhindert werden, dass unausgegorene und oft gegenläufige Ziele in den Schulen umgesetzt werden sollen.“ 
Da 71 Prozent der Lehrer die „Informationsüberflutung“ durch das Ministerium beklagen, fordert Rainer Veränderungen.



Mangelnde Wertschätzung

Die öffentliche Meinung setzt den Lehrern ebenso zu:
 „Es ist nicht der Unterricht, sondern die mangelnde Wertschätzung durch die Öffentlichkeit und die Politik, die belastet“, heißt es. 

Oder: 
„Das ständige Lehrerbashing setzt mir ziemlich zu.“ 

Doch auch Selbstkritik ist dabei: 
„Das ständige Rumgenörgel von Kollegen wirkt manchmal sehr demotivierend auf mich.“ 


ORIGINAL ARTIKEL LINK: DIE PRESSE
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Samstag, 25. Oktober 2014

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Dienstag, 21. Oktober 2014

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Donnerstag, 16. Oktober 2014

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PROF. (FH) MAG. DR. ERWIN GOLLNER (2 v. R)
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SYMPOSIUM 2014 REFERENT: DIR. ING. KURT AUST "Prävention - und die Rolle der PVA"



Dir. Ing. Kurt Aust


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SYMPOSIUM 2014 REFERENT: MAG. RUPERT MANDL "Evaluierung Psychischer Belastungen + die ABS-Gruppe der AUVA"

MAG. RUPERT MANDL (r)
mit Moderator Franz Daublebsky



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Sonntag, 21. September 2014

Krankheitsbild Neurasthenie: Der Burnout des frühen 20. Jahrhunderts

Diagnose Burnout - ein Phänomen des 21. Jahrhunderts? 
Wohl nicht.
Schon vor hundert Jahren bekamen vor allem Berufstätige schweren Stress, der ihnen auf die Nerven schlug. Damals hieß das Krankheitsbild Neurasthenie. 


Wie eine Epidemie überzog die sogenannte Nervenschwäche Mitteleuropa.
Der österreichische Schriftsteller Robert Musil war eigentlich ein starker und eitler Mann. 
Doch im März 1913 ging er zu einem Nervenarzt. 
Dem Doktor schilderte er, dass er an Anfällen von Herzklopfen mit jagendem Puls leide, Zuckungen beim Einschlafen, Verdauungsstörungen verbunden mit Depressionszuständen, körperlicher und psychischer Ermüdung. 
Musil quälte der Stumpfsinn seiner damaligen Arbeit als Bibliothekar an der Technischen Hochschule in Wien.

Schriftsteller Robert Musil: Ein Fall von Neurasthenie
Schriftsteller Robert Musil: Ein Fall von Neurasthenie

"Heute würde man es Burnout nennen", schreibt der Autor Florian Illies in seinem Bestseller "1913" in einem Kapitel über den österreichischen Literaten. 

Damals lautete die Diagnose: 
Neurasthenie. 
Ein weit verbreitetes Phänomen ab Ende des 19. Jahrhunderts. 
Bereits um 1900 wurde dieses Krankheitsbild in Mitteleuropa wie eine Epidemie wahrgenommen; in den Jahren vor 1914 war sie eine der häufigsten Diagnosen überhaupt. 
"Spötter sangen: 'Raste nie und haste nie, sonst haste die Neurasthenie'", schreibt Illies.


Das Leiden wurde vielfach mit den Auswirkungen der "elektrischen Revolution" jener Zeit in Verbindung gebracht.



War die Neurasthenie das Burnout des frühen 

20. Jahrhunderts?


Der Bielefelder Historiker Joachim Radkau sieht zumindest auffällige Analogien zwischen dem rasanten Anwachsen der Klagen über Burnout in den beiden vergangenen Jahrzehnten und der Neurasthenie-Welle ein Jahrhundert zuvor. 
Bei beiden Diagnosen handele es sich um Importe aus den USA, in beiden Fällen seien sie besonders im deutschen Kulturraum eingeschlagen.

Bekannt gemacht hatte den Begriff Neurasthenie der New Yorker Nervenarzt George Beard, etwa um 1880. 

George Miller Beard


Das Leiden sei vielfach mit den Auswirkungen der "elektrischen Revolution" jener Zeit in Verbindung gebracht worden - "ähnlich wie heute Burnout mit der elektronischen Revolution, der Reizüberflutung durch das Internet und der ständigen Erreichbarkeit über das Mobiltelefon", sagt Radkau.

Krankheitsgrund:
"Hetzen und Jagen"

Als gängige Ursache der Neurasthenie galt in der zeitgenössischen Literatur das "Hetzen und Jagen" des modernen Wirtschaftslebens. 
"Damalige Patientenakten deuten jedoch darauf hin, dass sexuelle Frustrationen mindestens ebenso stark im Spiel waren", sagt Radkau. 
Auch Sigmund Freuds Fixierung auf sexuelle Ursprünge der Neurosen seien vor diesem Hintergrund zu verstehen. Ein weiteres prominentes Beispiel sei der Soziologe Max Weber, in dessen Korrespondenzen es von Nervenklagen nur so wimmelte.

Sigmund Freud
Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges gelangte der "Nervendiskurs" dann auch in die Politik - als Mittel der Diskreditierung des politischen Gegners
"Der Vorwurf der Nervenschwäche flog hin und her, gerade unter solchen Politikern, die selber im Verdacht der Nervosität standen. Wilhelm II. galt Insidern als der Oberneurastheniker des Reichs", sagt Radkau. 

Dass der deutsche Kaiser in der Juli-Krise 1914 den Kriegstreibern nachgegeben habe, erkläre sich auch aus dem Bestreben, dem Verdacht der Nervenschwäche keine Nahrung zu geben.

"Wilhelm II. galt Insidern als der Oberneurastheniker des Reichs"
Hundert Jahre später sieht der Historiker eine Parallele: 

"Auch heute droht das Nerven-Palaver auf die Politik überzuspringen: Da liest man, zwischen der EU und Russland werde um die Ukraine ein "Nervenkrieg" geführt, so als ob die EU durch Härte gegenüber Moskau ihre Nervenkraft unter Beweis stellen müsse."


Eine solche "Medikalisierung der Politik" sei jedoch gefährlich "und läuft einem nüchternen Abwägen der eigenen Interessen zuwider", meint Radkau.

Original artikel link: SPIEGEL-ONLINE
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Stress am Arbeitsplatz: Gute Kommunikation gegen Mobbing




Die oberste Prämisse im Kampf gegen Mobbing sollte Kommunikation heißen. 
Eine Führungskraft, die eine gute Kommunikation mit ihren Mitarbeitern pflegt, wird die frühen Anzeichen eines beginnenden Mobbings viel eher wahrnehmen und leichter intervenieren können als zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich bereits gesundheitliche Einschränkungen bemerkbar machen. Auch hier ist die Prävention somit nicht nur auf der menschlichen Ebene erwünscht, sondern stellt auch einen wirtschaftlichen Faktor dar.

Um eine gute Kommunikation zwischen Kollegen und auch zwischen Mitarbeiter und Führungskraft zu gewährleisten, sollten einige einfache Kommunikationsabläufe verinnerlicht werden:
 Zum einen ist es wichtig, seinem Gegenüber zuzuhören. Ein aktives Zuhören zeichnet sich zum Beispiel durch Rückfragen während des Gesprächs aus, um den Sachverhalt vollends zu erfassen. Des Weiteren sollte man sein Gegenüber nicht früher im Erzählfluss unterbrechen, sondern in Ruhe zu Ende kommen lassen.


Nun kann man den kommunizierten Inhalt kurz in eigenen Worten zusammenfassen um sicherzustellen, alles richtig verstanden zu haben. 
Es ist durchaus sinnvoll, auch die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners einzufordern, falls dieser nicht zuzuhören scheint. Ebenso wichtig ist es, die Meinung seines Gegenübers zum Gesprächsgegenstand einzuholen.
Mit einem einfachen „Was meinen Sie dazu?“ wird dem Kommunikationspartner Interesse an seiner Sicht der Dinge signalisiert.

Herrscht in einer Abteilung ein gutes Kommunikationsklima, werden dadurch auch sogenannte Whistleblower gefördert. 
Das sind Mitarbeiter, die sich in Konfliktsituation er trauen, ihren Vorgesetzten Probleme zu schildern, von denen dieser sonst erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren hätte.

An für sich werden Whistleblower oft als Petzen geschmäht, doch können sie innerhalb verkrusteter hierarchischer Strukturen eines Unternehmens aus der Mitte der Belegschaft wertvolle Hinweisgeber für die Führungsetage sein. 
Von dort aus können bei Konflikten dann frühzeitige Präventionsmaßnahmen eingeleitet und so Schlimmeres verhindert werden.


Empfehlung von Business Doctors: www.Business-doctors.at

Artikel link und über den Autor:
Stefan Buchner
Als Gründer und Geschäftsführer von UBGM ist Stefan Buchner als Berater in der Organisations- und Personalentwicklung tätig. Zielstellung seiner Arbeit ist die Senkung krankheitsbedingter Kosten der Unternehmen sowie die Schaffung und der langfristige Erhalt einer gesunden Leistungsfähigkeit.






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